Ehrenburger Kreuzgang


Schon seit dem Mittelalter ist der Ahrntaler Männer-Kreuzgang zur „Kornmutter“ nach Ehrenburg Tradition. Am Freitag nach Christi Himmelfahrt bricht man um Mitternacht bei der Prettauer Pfarrkirche auf, in allen Ortschaften kommen Leute dazu, und man zieht betend durch das Tal, wobei in allen Kirchen- entweder auf dem Hin- oder Rückweg-  Halt gemacht, gebetet und gesungen wird. In der Kirche von St. Johann wird um 4 Uhr in der Früh eine feierliche Messe gefeiert, die gewöhnlich vom Kirchenchor von St. Johann musikalisch umrahmt wird. In Ehrenburg werden die Kreuzgänger feierlich empfangen. Nach dem Gottesdienst wurde oft noch tüchtig „girangglgg“. Dann übernachten die Wallfahrer in Ehrenburg, und am Samstag geht es wiederum zurück ins Ahrntal. Dem Zug vorangetragen wird das Wallfahrerfähnlein aus St. Peter, auch das berühmte durchschossene Kreuz von Heilig Geist wird mitgetragen. Ganz früher soll der Kreuzgang drei Tage gedauert haben, und es durften auch Frauen mitgehen. Wegen verschiedener Mißbräuche soll die kirchliche Behörde versucht haben diesen Brauch abzuschaffen, allerdings vergeblich.


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Diese Seite wurde am 20. September 2002 aktualisiert.
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