Raabmoudan  und auhagn


Raabmoudan („Raubmahd“, Wildheuernte)

Viele Kleinhäusler („Seïla“ oder „Hittna“) und Handwerker mit wenig Grund und Boden hielten sich früher einige Ziegen, damit sie etwas Milch für ihre Familien hatten. Um diese auch im Winter füttern zu können, hatten die Kleinhäusler das Recht, auf Gemeinde- und Fraktionsgrund, oft auch an völlig unzugänglichen Stellen im Felsgeschröf, Wildheu zu mähen. Dieses wurde in kleine Heuschupfen eingelagert oder „gidrischtit“ (eine „Drischte“ ist ein um eine aufgestellte Stange errichteter Heuschober). Im Winter wurde das Bergheu mit flachen Holzschlitten („Ferggl“) zu Tal gezogen.

 

Auhaga/ Îhaga

Wenn früher die Bäuerin nach der ersten Mahd die letzten Heubüschel in ihrer Schürze heimtrug, was dies Anlaß zu einer kleinen Feier, welche „Auhaga“ oder „Îhaga“ genannt wurde. Man feierte abends ein wenig mit Speck, Graukäse und Brot; manchmal trank man auch einen Liter Wein dazu.

 


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