Humor aus dem Ahrntal


Heiratsgeschichte I

Wenn Ahrntaler Burschen heiraten, so ist es üblich, dass sie von ihren Kollegen ordentlich "gitikkt" werden.
Als man einen neckt, weil er eine zwölf Jahre ältere Frau heiraten will, gibt sich dieser recht gelassen:
"I hatt schu nö an ältara bikeimm!"

Heiratsgeschichte II

Zu einem Jungverheirateten sagt man einmal recht spöttisch:
"Holt awi a kluana, awi a kluana hosche dowuschn!"
Daraufhin verteidigt sich der Glückliche mit einem unwiderlegbaren Argument:
"Sie hot olls, holt olls a bissile kluana!"



A Kind bikeimm

Bevor in Luttach der neue Kindergarten gebaut wurde, war er für einige Jahre im Gasthaus beim Fronza Hansl untergebracht. Wie immer strömen um drei Uhr nachmittags die Kinder heraus und werden von ihren Müttern in Empfang genommen. Zur selben Zeit kommt der Rotbach Zenz des Weges, der wegen seiner Leibesfülle nicht zu übersehen ist. Die Kindergartentante ist sich nicht ganz sicher, was der Mann da will.
Schließlich fragt sie ihn aber zögernd: "Woschtn Sie a af a Kind?"
Doch der Zenz wehrt ab und meint nur: "Nua, nua, i bin la sischt awi dicke!"


Wallischis Hai

Der Moschtanwiischt, der gerne handelt, verkauft dem Weißnbachlbauern aus St. Johann Heu aus der Poebene.
Als der Moschtanwiischt den Weißnbachl nach einiger Zeit wieder trifft, fragt er:
"Fressn sies awi di Kih?"
Ziemlich niedergeschlagen und vorwurfsvoll antwortet darauf der Weißnbachl:
"Fressn hobm sies ibohaup neit, na hon is in gschtreibb, na sanse niedogilegn a nimma."

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Diese Seite wurde am 01. Februar 2004 aktualisiert.
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