Humor aus dem Ahrntal


Der Heuträger

Der Kroma-Pato war ein Benediktiner aus Schlesien, der als Gelehrter in Rom wirkte. Viele Jahre kam er nach Prettau in die Sommerfrische, wo er beim Kroma Unterkunft und Verpflegung fand. Er arbeitete nicht sonderlich gerne, nur einmal kommt es vor, daß er bei der Heuernte mithilft, da ein Unwetter droht. Der Pato lädt sich einen Heupack auf, und - unerfahren wie er in diesen Dingen ist, wird der Heupack bald immer unförmiger, hängt ihm über die Augen und raubt ihm die Sicht. Da erfaßt den Gottesmann ein heiliger Zorn über sein Mißgeschick, und er schreit einen der Kroma-Buben unwirsch an, er solle ihm zum Heustadel vorausgehen. Doch auch das nützt mit der Zeit nichts mehr, denn der Kroma-Pato sieht bald nur noch seine eigenen Füße. Da fährt er den Buben an, er solle doch irgend etwas schreien und ihn so durch das Dorf zum Heustadel dirigieren. Der arme Junge stottert, ihm fällt in seiner Not nichts anderes ein als die Lockrufe, mit denen seine Mutter immer die Schweine zum Fressen an das Trog lockt : "Häz , Häz, Häz ..."



Das Mißgeschick

Der alte Poroana Kaidl aus St. Jakob ist auf dem Weg von der Pürschtalalm ins Tal. Auf dem Rücken trägt er einen Korb, schwerbeladen mit Graukäselaiben. Auf einmal strauchelt er, fällt hin, und der Großteil der Käselaibe rollt polternd davon, über Stock und Stein - in den Pürschtalbach. Da packt den Kaidl ein rasender Zorn. Schäumend vor Wut über sein Mißgeschick reißt er auch noch die übriggebliebenen Käselaibe aus dem Korb, wirft sie hinterher und schreit: "Na get la deis frisch a nö durch, deis Beicke !"



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Diese Seite wurde am 01. Februar 2004 aktualisiert.
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